Arbeit mit Glaubenssätzen

mit Klaus Grochowiak

Da wir nicht alles wissen können, aber trotzdem ständig Entscheidungen treffen müssen, haben wir Glaubenssätze für alles Mögliche, z. B. glauben wir vielleicht, dass Margarine gesünder sei als Butter usw. Diese Glaubenssätze sind allerdings unproblematisch, da wir sie relativ leicht auf der Basis von neuen Informationen ändern können.

Problematisch werden Glaubenssätze dann, wenn sie eine unangemessene Generalisierung auf der Basis eines sehr starken Gefühls darstellen. Beispielsweise hatten wir den Eindruck, dass unser älteres oder jüngeres Geschwister von den Eltern bevorzugt und mehr geliebt wurde als wir. Dann liegt es für ein Kind nahe zu glauben, dass dies an ihm selbst liegt: Ich bin nicht okay, oder Ich bin nicht liebenswert.

Wenn sich diese Glaubenssätze erst einmal gebildet haben, dann entsteht auf dieser Basis ein Codex, also Verhaltensregeln, die bestimmen, wie einer wie ich, der nicht liebenswert ist, am besten durchs Leben kommt.

Beispiel: Wenn ich schon nicht liebenswert bin, dann möchte ich wenigstens nützlich sein. Als Kind verhält man sich dann besonders brav, bringt unaufgefordert den Mülleimer runter usw. In der Pubertät geht man dann natürlich wie selbstverständlich davon aus, dass man sowieso nicht um seiner selbst geliebt wird und sucht sich Partner, die offensichtlich Probleme haben, und bietet ihnen Hilfe an. Selbst wenn es auf der Basis dieses Deals zu einer Beziehung kommt, bleibt der nagende Zweifel, ob der Partner nicht jederzeit bereit wäre, für einen besseren Deal die Partnerschaft zu beenden. Die Folge könnte dann übertriebene Eifersucht sein.

Gleichzeitig wirkt dieser Glaubenssatz auch wie ein Wahrnehmungsfilter, d. h. alle Anzeichen dafür, dass der Partner uns tatsächlich liebt, werden ausgeblendet, verniedlicht oder nicht ernst genommen.

Und daher sind diese Glaubenssätze durch neue Erfahrungen kaum zu verändern.

Und das, was ich hier am Beispiel von Ich bin nicht liebenswert erläutert habe, gilt für die ganze Klasse von limitierenden Glaubenssätzen.

Das können Glaubenssätze über unsere Kreativität, über unseren wirtschaftlichen Erfolg, über unsere Gesundheit oder über die Welt als ganzes sein, z. B. Die Welt ist ein gefährlicher Ort.

Da Glaubenssätze wie Wahrnehmungsfilter wirken, bewirkt ihre Auflösung eine Erweiterung nicht nur unserer Wahrnehmung, sondern wir erkennen Möglichkeiten, wo wir bisher nur Stoppschilder gesehen haben. Der größte Nutzen, den das Auflösen von limitierenden Glaubenssätzen hat, besteht darin, dass wir weit mehr in der Lage sind, unser Potenzial zu leben. Wir trauen uns Dinge zu, von denen wir bisher glaubten, sie lägen außerhalb unserer „realistischen” Möglichkeiten.

In dem Seminar Arbeit mit Glaubenssätzen werden wir uns als Erstes damit beschäftigen, welche Glaubenssätze jeden Einzelnen limitieren, um dann im zweiten Schritt auf die verschiedenen Techniken einzugehen, die ihr schon aus dem Buch „Arbeit mit Glaubenssätzen” kennt, und die entsprechenden Glaubenssätze auflösen.

Dabei stelle ich jedes spezielle Format ausführlich vor, führe dann mit einem TN eine Demo mit dem Format durch, und anschließend üben die Teilnehmer das Format untereinander. Dabei habt ihr die Unterstützung von Co-Trainern, die das Seminar begleiten.

 


Seminar-Daten
Leitung:

Klaus Grochowiak

Dauer:

2 Tage an einem Wochenende

Seminarzeiten:
Samstag 10:00 – 22:00 Uhr
Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
 
Teilnahmegebühr:

350,00 € inkl. MwSt.

Seminarort:

Wiesbaden

Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen!

Termine

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